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OWK Auerbach unterwegs - Wanderung zum Wolfsbrunnen bei Heidelberg
Fast wäre die Wanderung abgesagt worden, denn nicht nur Sturm und Regen waren angekündigt, auch Gewitter wurden nicht ausgeschlossen für den Sonntag, für den der OWK Auerbach zur Wanderung von Heidelberg nach Schlierbach mit Besuch des Wolfsbrunnens eingeladen hatte.
Eine Gruppe mutiger Frauen machte sich dennoch auf den Weg, wenn auch mit Plan B in der Tasche, denn mit Unwettern beim Wandern ist nicht zu spaßen. Vom Bahnhof Altstadt in Heidelberg ging es gleich steil den Berg hinauf, wie man es von Heidelberg eigentlich gewohnt ist. Über den im letzten Jahr fertiggestellten neuen Valeriesteg gelangte man auf dem sich serpentinenartig schlängelnden Valerieweg nach oben. Seinen Namen hat er nach der Tochter der Österreichischen Kaiserin Elisabeth, die sich in der Gegend gerne aufhielt, durchaus auch zusammen mit ihrer berühmten Mutter. Hier garantieren dichter Wald und die Lage des Nordhangs auch bei Hitze angenehme Temperaturen, wie die Wanderführerin Anne Scharf vom Tag ihrer Vortour zu berichten wusste. Über den Schloss – Wolfsbrunnenweg gelangt man weiterhin durch Wald und dann am Wolfsbrunnen zum Elisabethenweg. Auf der Strecke kann man sich über wunderbare Ausblicke auf den Neckar und die gegenüberliegenden Hänge freuen. Der Wettergott meinte es gut mit der Wandergruppe, denn es zogen sich zwar düstere Wolken über ihnen zusammen, aber es blieb trocken.
Die historische Brunnenanlage Wolfsbrunnen, ein beliebtes Ausflugsziel, steht heute unter Denkmalschutz. Ihre Mauern wurde 2024 wegen Einsturzgefahr aufwändig renoviert und ökologisch saniert. Große Bedeutung wurde dem Schutz von Tieren und Pflanzen beigemessen. Heute wird das sich aus etlichen Quellen speisende Wasser nicht mehr zur Trinkwassergewinnung genutzt. Mit seinen Teichen und Wiesen ist die Anlage ein Ort der Erholung und des Genießens, und das auch wegen des Restaurants, das sich hier im ehemaligen Lust- und Jagdhaus des Kurfürsten Friedrich II. befindet. Zuvor war es als Haus des Wolfskreisers, des Wolfsjägers bekannt, wovon die Anlage wohl auch ihren Namen erhielt. Eine Skulptur des Wolfs steht inmitten des großen Teichs. Auf dem Weg zum Bahnhof Schlierbach fing es dann doch an zu regnen, aber zufrieden mit dem Tag, ließen sich die Wanderinnen dadurch nicht verdrießen. Mit der Bahn ging es zurück zur Bergstraße mit Zwischenstopp im Eiscafé in Heidelberg.
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