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OWK-Auerbach in Warnemünde, Rügen, Stralsund, Doberan, Heiligendamm und Diedrichshagen unterwegs

Perlen an der Ostseeküste bewundert

Der Odenwaldklub-Auerbach fuhr im herbstlichen Oktober nach Diedrichshagen bei Warnemünde an der Ostsee.
Unter der Leitung von Renate Habermaier besichtigte die Gruppe am ersten Ausflugstag die alte Hansestadt Rostock.



Anschließend ging es aufs Schiff. Vorbei an riesigen Containerschiffen ging es zum Seebad Warnemünde, wo man bei
einem Bummel am ,,Alten Strom" entlang die Bilderarrchitektur, den Leuchtturm und das Hotel Neptun bewundern konnte.



Dann fuhr die Gruppe zur Insel Rügen. Wieder ging es bei wunderschönem Herbstwetter über den neuen Rügendamm
Richtung Stubbenkammer zum Königstuhl mit den berühmten Kreidefelsen. Einige OWK'ler wagten den steilen Abstieg
über viele Treppenstufen ans steinige Ufer der Ostsee mit dem berauschenden Blick von unten auf die Kreidefelsen.



Am nächsten Tag wurde das Doberaner Münster, eines der schönsten Bauwerke norddeutscher Backsteingotik,
besichtigt. Renate Habermaier führte die Gruppe durch Bad Doberan. Später fuhr man nach Heiligendamm, wo sich
jeder auf seine Art in den Anblick der "Weißen Stadt am Meer" vertiefen und die klassizistische Architektur des ersten
deutschen Seebades bewundern konnte.



Am nächsten Tag stand Bad Doberan mit der alten dampfbetriebenen Bäderbahn "Molli" auf dem Programm.
Von dort fuhren alle mit dieser Bahn zum Seebad Kühlungsborn.
Die Bilderarchitektur, besonders auch die vielen Jugenstilvillen, waren zu bewundern.



Am fünften Tag wanderten - einige Teilnehmer waren mit dem Fahrrad unterwegs - die OWK'ler von Diedrichshagen
im Morgenlicht durch den Herbstwald nach Warnemünde.
Jeder konnte sich nochmals in der Sonne auf der Kurpromenade, in den Cafés oder am Strand vergnügen.



Am letzten Tag ging es mit dem Bus nach Wismar, man besichtigte bei traumhaftem Wetter die Altstadt, die zum
Weltkulturerbe zählt, und begegnete durch Zufall dem Bundespräsidenten, der ebenfalls Wismar besuchte.



Krönender Abschluss des Tages war die Besichtigung des Schweriner Schlosses.



Am letzten Abend bedankte sich die Gruppe bei Renate Habermaier für die gelungene Wanderfahrt.
Diese bedankte sich ihrerseits bei Rainer Völker, der ihr mit Rat und Tat zur Seite stand.

Rainer Völker




6-tägige Reise ins Erzgebirge
vom 11. - 17. September 2005


Vor dem Hotel Weigmannsdorf

Eine 46-köpfige Gruppe des OWK-Auerbach mit Gästen verbrachte eine siebentägige, erlebnisreiche Woche im Erzgebirge. Sehr gut untergebracht waren die Teilnehmer im Gasthof Weigmannsdorf bei der Familie Martin.

Von einheimischen Freunden, die uns dort begleiteten, erfuhr die Gruppe vieles über die Geschichte des Erzgebirges, über die Produktion verschiedener Betriebe, z.B. Holzindustrie (die typischen Holzfiguren, Papierindustrie) und
Erzabbau sind neben der Landwirtschaft die Erwerbsquellen bei hoher Arbeitslosigkeit. Interessant ist, dass aus den Abraumhalden des Erzgebirges heute noch Blei recycelt wird. Anderorts wird aus Biomasse Diesel gewonnen, worin
die Firma Shell eine zukunftsständige Industrie sieht. Die Edelmetallverhüttung liefert der Firma Saxonia das Metall für
die Rohlinge der Euro Münzen.

Der erste Ausflug führte auf den Königstein und zur Bastei. Auf dem Wege dahin konnte man noch streckenweise
die Schäden der großen Flutkatastrophe von 2002 sehen, an deren Beseitigung fleißig gearbeitet wurde.

Die Festung Königstein hat eine über 750 Jahre alte Geschichte: 1241 erstmals urkundlich erwähnt, stand auf dem Felsplateau eine böhmische Pfalzburg, die im 15. Jahrhundert an die sächsischen Wettiner ging. Im 16. Jahrhundert
gab es zunächst ein Kloster. Dann wurde auf Geheiß des Kurfürsten der mit 152,5 m tiefste Brunnen in Sachsen errichtet, der Königstein zur Landesfestung ausgebaut und bis 1900 erweitert. Militärisch uneinnehmbar, bot die Wehranlage Zuflucht für die sächsischen Landesherren und war Aufbewahrungsstätte wertvoller Kunstwerke und des Landesschatzes. Die Festung diente sowohl als gefürchtetes Staatsgefängnis als auch als Kriegsgefangenenlager. Nach 1945 wurde die Anlage als Lazarett der Roten Armee und später als Jugendwerkhof für politisch unbequeme und straffällige Jugendliche betrieben. Seit 1955 ist die Festung Museum. Bei einer Führung durch die Anlage wurden die unterirdischen Munitions-ladesysteme, das Brunnenhaus, die Garnisionskirche und verschiedene andere Gebäude besichtigt. Der Königstein ist eine herrliche Aussichtsplattform auf die 240 m tiefer fließende Elbe, auf das Erzgebirge und den gegenüberliegenden Lilienstein und die Bastei, die am Nachmittag besucht wurde. Die Bastei gehört zum Elbsandsteingebirge und ist der am weitesten zur Elbe vorspringende Felsrücken, 194 m über dem Elbspiegel. Die Landschaft ist geprägt von Tafelbergen, bizarren Felsen, Flusstälern und lang gestreckten Ebenen. Bei einem individuellen Rundgang konnten die verschiedenen Felsformationen bewundert werden.


Blick von der Bastei

Am nächsten Tag wurden bei einer Erzgebirgs-Rundfahrt, einige der unendlich vielen Sehenswürdigkeiten der
Region bewundert. Entlang der Silberstraße erreichte man zuerst eine Schauwerkstatt im Spielzeug- und Holzschnitz-kunstparadies Seiffen. Die Führung durch die Produktion zeigte einen Querschnitt der Entstehung und Bemalung
einzelner Artikel aus dem reichhaltigen Sortiment.


In der Schauwerkstatt in Seiffen

Nussknacker, Räuchermännchen, Krippen, Schwibbogen sind nur einige der dort hergestellten Artikel. Nach
einen Zwischenstopp in Deutschneudorf – dort wird das Bernsteinzimmer vermutet – führte der Weg an der tschechischen Grenze entlang nach Annaberg um die berühmte St. Annenkirche zu besichtigen. Das war wirklich
ein überwältigender Eindruck; wenn man die Kirche betrat, glaubte man, in den Himmel zu schauen. Viele
wunderbare Kunstwerke, Altäre, Türen, die Kanzel, nicht zuletzt die große Bilderbibel.

Leider kam der Bus aus Annaberg nicht heraus, da Pkws die Abzweigung zugeparkt hatten und er wieder
rückwärts zur Kirche fahren musste. Unser Fahrer meisterte dieses Problem

hervorragend und wir kamen noch zum 1214 m hohen Fichtelberg mit dem 1998 neu errichteten Turm des Fichtelberghauses. Bevor dunkle Wolken aufzogen, konnte die herrliche Aussicht auf die benachbarten Orte
und Böhmen mit dem 30 m höheren Klinovec, genutzt werden. Zu sehen war auch das Hotel vom Skispringer
Jens Weisflog aus Oberwiesenthal, dem höchsten Ort Deutschlands.

Dresden, die ehemalige kurfürstliche und königliche Residenz ist heute Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen, wegen seines Reichtums an Kunstschätzen und Prachtbauten auch „Elbflorenz“ genannt. Den Höhepunkt als
Kunststadt erreichte Dresden mit der Regierung August´ des Starken im 17. Jahrhundert. 1945 wurde die Altstadt
fast gänzlich zerstört, inzwischen ist vieles restauriert oder wiedererbaut, so z.B. die Frauenkirche. Ihr Wiederaufbau erfolgte nach alten Plänen mit Spendengeldern aus D, GB und USA (Nobelpreisgeld eines ehemals Deutschen, der als
5 jähriger das brennende Dresden erlebte). Ein Londoner Silberschmied, dessen Vater als Pilot beim Angriff auf Dresden mit geflogen war, arbeitete 6 Monate, um die 7,6 m hohe kupferbeschlagene Turmhaube mit vergoldetem Kreuz wieder herzustellen.


Gruppenbild an der Elbe mit Blick auf die Elbschlösser

Doch zunächst fuhr der Bus durch die Neustadt, vorbei am vergoldeten Reiterstandbild August des Starken und an den Barockfassaden der Hauptstraße zum Albertplatz, an dem heute noch ein artesischer Brunnen sprudelt.

Im größten, erhalten gebliebenen Gründerzeitviertel Europas, liegt „der schönste Milchladen der Welt“ – Pfunds Molkerei, gegründet 1880. Den historischen Milchladen schmücken farbige Fliesen, 1891 von der Firma Villeroy & Boch hergestellt, entworfen und bemalt von Künstlern im Neo-Renaissance-Stil. Heute werden dort nur noch Käse
aller Art und andere Spezialitäten verkauft.

Nach der Fahrt über das „Blaue Wunder“ warfen alle noch einen Blick auf die Schlösser am anderen Elbufer, ehe es am Erich Kästner-Denkmal zurück ging. Im Anschluss hatte jeder Zeit mit einem Raddampfer zu fahren oder sich in der Altstadt umzusehen (Brühlsche Terrassen, Hofkirche, Semperoper, Zwinger, Frauenkirche). Vom Turm der Frauenkirche konnte man über die Großstadt Dresden blicken und einen Eindruck über den Wiederaufbau der Altstadt gewinnen. Der Kirchenraum wird erst am 30. Oktober 2005 zur Einweihungsfeier geöffnet.

Auf der Tagesfahrt nach Prag führte der Weg durch das Lichtenberger Tal auf der alten Salzstraße, die nach Böhmen führte, vorbei an der Burgruine Frauenstein. Dort im Schloss ist ein Silbermannmuseum. Der berühmte Orgelbauer ist in Kleinbobritzsch geboren. Im 18. Jahrhundert ist die Kirche in Frauenstein samt Silbermannorgel abgebrannt. Früher lebten in der Region hauptsächlich Holzfäller, die für den Bergbau das Holz gefällt haben. Es gab auch eine Bahnlinie durch das Tal der Mulde, die in Molda entspringt. Auf der Kammstraße ging es Richtung Altenberg, Zinnwald (Grenzübergang nach Tschechien), vorbei an Teplitz bis Prag. Jeder konnte, die zum Teil wieder aufgeforsteten Wälder, die durch die giftigen Abgase vom Braunkohlenabbau in Komotau vernichtet wurden, erkennen. Richtung Prag wurde es schöner vom Wetter her und die Sonne ließ sich blicken.

Es ging hinauf zur Prager Burg, vorbei am Renaissancegebäude, dem ehemaligen Lustschloss der Königin Anne. Sie starb bei der Geburt des 15. Kindes. Plötzlich sagte die bereits zugestiegene Stadtführerin: „Da geht unser ehemaliger Staatspräsident Havel“. Schnell wurde er mit seinem Hund abgelichtet.


Die Prager Burg

Alle gingen dann am Militärmuseum und Verteidigungsministerium vorbei in den Innenhof der Burg. Hier herrschten
lange die Habsburger. Rudolf II. baute die so genannte Kunstkammer. 1344 wurde mit dem Bau des Veitsdom begonnen. Die Vollendung war erst Anfang des 20. Jahrhunderts. 1929 war die Einweihung des Doms zur
1000-Jahr-Feier. In der Kürze der Zeit bekam man doch wenigstens einen kleinen Eindruck von der größten
Burganlage in Europa.

Vorbei an der ältesten Kirche Prags aus dem Jahre 921, der Georgsbasilika, spazierten alle auf die berühmte Karlsbrücke, die älteste Prager Moldaubrücke. 1357 durch Karl IV. erbaut, Peter Parler war der Architekt.
Die Brücke zwischen zwei Brückentürmen wurde Ende des 17. Jahrhunderts mit 30 barocken Statuen geschmückt.
1683 wurde als erste die Statue des Heilige Nepomuk aufgestellt. Auf der Brücke wurden Bilder feilgeboten, Musik erklang, Puppenspieler begeisterten, Künstler die Karikaturen zeichneten und viele Verkaufsstände waren zu bewundern.

Weiter ging es zum Altstädter Ring und dem Rathaus mit gotischem Turm und der berühmten astronomischen Uhr,
die aber leider nicht besichtigt werden konnte, da sie zur Zeit renoviert wird und verhüllt war. In der Mitte des Platzes erhob sich das Jan-Hus-Denkmal. Der Reformator Hus wurde in Konstanz 1415 auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Anlässlich der 500. Wiederkehr seines Todestages wurde das Denkmal im Jahre 1915 enthüllt. Weiter ging es an der gotischen Teinkirche und der barocken Nikolaikirche vorbei zur Josefsstadt. Die ehemalige Judenstadt zählte zu den ältesten jüdischen Gemeinden im ganzen Abendland. Vorbei an der Altneusynagoge – im Hintergrund sah man den Eingang des berühmten jüdischen Friedhofs – an sehr schön restaurierten Jugendstielvillen führte der Weg über eine Moldaubrücke zum Bus. Durch straßenbedingte Sperren streifte man auf der Rückfahrt Theresienstadt, ein nazistisches Konzentrationslager in dem über 33.500 Menschen starben.

Am Freitag wurde die Zeche „Alte Elisabeth“ (Übertage) und die „Reiche Zeche“ (Untertage), zwei historische Bergbauanlagen aus dem 19. Jahrhundert in einmaliger Erhaltung und der originalen Ausstattung aus dieser Zeit, besichtigt.

1168 begannen Bergleute bei Freiberg Silber zu schürfen. Ab dem 14. Lebensjahr arbeiteten die Knaben in der Zeche Übertage. Als Hauer untertage ab dem 16. Lebensjahr. Kaum älter als 35 Jahre wurde ein Mann zur damaligen Zeit.
Mit Schlägel und 50 Eisen an einem Trageisen über der Schulter marschierten die Bergleute ins Revier ein, an ihren engen, niedrigen Arbeitsplatz, der nur von einer Karbidlampe erhellt wurde. Der Vortrieb einer von Hand geschlän-
gelten Strecke betrug ca. 7 Meter pro Jahr. Die Jahreszahl wurde in der Stollenwand eingemeißelt und dazu ein Zeichen, an dem die Vortriebsrichtung zu erkennen ist. Das hier geförderte Erz hatte einen Silberanteil von 0,02 - 0,3 %. Zuerst wurde nur dieses über Verhüttung ausgeschmolzen. Später wurde erkannt, dass 50 % Blei, 23 % Zink und 25 % Schwefelkies enthalten waren.

Dann wurden sogar die alten Abraumhalden wieder verhüttet. 1968 wurde der Bergbau eingestellt. Heute sind die Zechen Lehr- und Besucherbergwerke der Bergakademie Freiberg.

Ordnungsgemäß ausgestattet mit Schutzkleidung, Gummistiefeln, Helm und Grubenlampe fuhren 11 „Mutige“ per Förderkorb, mit einer Geschwindigkeit von 2 m / sek. auf die erste Sohle in 150 m Tiefe. Die Temperatur beträgt unten 11°, Sommer wie Winter. Der gesamte Schacht ist 724 m tief, ab 230 m jedoch steht dieser unter Wasser. Ins Revier fuhr man mit der Grubenbahn. Gezogen von einer schweren Lok mit riesigen Akku von 480 A Leistung pro Stunde. Sollte die Lok einmal entgleisen oder kippen, kann sie nur mit Handwinden wieder aufgerichtet werden. Die Stollen sind freistehend, d. h. wegen des harten Gesteins ist kein Ausbau notwendig. Der Härtegrad liegt bei 6 auf der Härteskala, wobei 1 der Härte von Wachs und 10 der Härte von Diamant entspricht. Waren die Funde reichhaltig, waren auch die Stollen entsprechend geräumig, ansonsten ganz schmal und niedrig. Teilweise wurden die Stollen mit Eisenträgern ausgesteift. Dahinter wurde jedoch taubes Gestein gelagert. Diese Einbauten dienten als Basis zum Erreichen der
nächsten Sohle.

Nach 2 1/2 Stunden untertage hatten alle Teilnehmer kalte Füße und begannen zu frösteln. Durch eine enge Luke und eine steile Leiter hinab erreichten alle wohlbehalten die Haltestelle des Förderkorbs und kehren zurück ans Tageslicht.

Es blieb noch Zeit die Mineralien-Ausstellung zu besuchen. Hier waren wunderschöne kristallisierte Mineralien wie Baryt, Bornit, Dolomit, Fluorit, Pyrit oder Quarz zu sehen. Alle so genannten „Drusen“ stammen aus 230 m-Tiefe und wurden in Brand-Erbisdorf, Freiberg und Halsbrücke gefunden.



Höhepunkt des Tages war ein Abschluss beim „Singenden Wirt“. Seine Talsperrenschänke liegt wenige Meter oberhalb der Talsperre Lichtenberg. Der 8 km lange Rundweg um den Stausee fiel der Witterung zum Opfer. Nieselregen und Nebel bewegte die Wanderer zu einem längeren Aufenthalt in der heimatlichen Hütte, wo sie von
Roland Heldt Lieder und Geschichten in Mundart des Heimatdichters Anton Günther hörten. War doch das Lied
vom Vogelbeerbaum und das Feierabend-Lied nicht unbekannt und lud zum mitsingen ein.

Nicht lange dauert die Fahrt zurück zum Hotel, wo nach einem Sektempfang und reichhaltigen Abendessen in kleinen Gesprächsrunden über die Erlebnisse der Reise diskutiert wurden.

Rainer Völker bedankte sich im Namen der Gruppe bei den Wirtsleuten für die vorbildliche Betreuung und Bewirtung. Kleine Aufmerksamkeiten als Dank für die Reisebegleiter sowie für die Organisatoren der gelungenen Fahrt ließen den gemütlichen Abend ausklingen.

Ein Film von Aufbau der Frauenkirche verkürzte auf der Heimreise ein wenig die Zeit einer erlebnisreichen Tour.


Von oben links nach rechts:

Die Semperoper                    Die Elbe an der Carolabrücke
Pfunds Molkerei                    Die Semperoper Innenansicht
Karlsbrücke in Prag                             Auf dem Fichtelberg




Rainer Völker





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Wanderfreizeit der "Familiengruppe" OWK Auerbach in der Schwäbischen Alb.

04. Mai - 08. Mai 2005

Die Familiengruppe des Odenwaldklubs (OWK) Auerbach verbrachte eine viertägige Wanderfreizeit auf der Schwäbischen Alb. Untergebracht war die sechzehnköpfige Gruppe in dem wunderschön gelegenen "Naturfreundehaus Brauneberg" oberhalb von Aalen. Das Naturfreundehaus liegt mitten im Wald auf 675m Höhe mit einem herrlichen Blick auf Aalen und Umgebung.
Die Wandertouren waren sehr abwechslungsreich und sehr gut zu bewältigen.
Die Tour am 1. Tag führte von Waldstetten nach Weilerstoffel zurück zum Ausgangspunkt Waldstetten. Die Wanderer bewältigten den Aufstieg zur Ostschulter des nach den Staufernkaisern "Stuifens" (757m) genannten Berges und wurden mit einer herrlichen Aussicht belohnt. Der Weg führte über Naturwiesen und an Wacholderheiden vorbei zur Reiterleskapelle. Anschließend wurde die 723 m über dem Meer gelegenen Hochebene "Kaltes Feld" erwandert. Dort wurde im urigen Franz-Keller-Haus des Schwäbischen Alb Vereins Mittagsrast gemacht. Frisch gestärkt begaben sich die Wanderer auf den Weg zum Ausgangspunkt.
Am nächsten Tag wurde eine kürzere Strecke direkt vom Naturfreundhaus zum tief in einem Talkessel gelegenen, gewaltigen Ursprung der Kocher gewandert. Trotz immer wieder aufkommenden Regens konnte die Gruppe beim Heimweg entlang dem Westhang der Schwäbischen Alb die weiten, grünen Täler genießen.
Am 3. Tag teilte sich die Gruppe. Während sich die eine Hälfte unentwegter Wanderer trotz des aufkommenden Dauerregens auf eine 15 km Rundtour von Heubach über die imposanten Teufelsklinger Wasserfälle zum herrlichen Aussichtsfelsen des Rosensteins aufmachte, ließ es die 2. Hälfte gemächlicher angehen Sie besuchte den Fabrikverkauf des Bademoden- und Unterwäscheherstellers Triumpf und anschließend zur Entspannung die warmen Wasser der Limestherme in Aalen.
Vor der Heimfahrt am Sonntag nahm die Gruppe noch an einem sachkundig geführten Stadtrundgang durch Aalen zur Verfestigung der zuvor aufgenommenen Eindrücke teil.


Bild der Familiengruppe im OWK Auerbach vor dem Franz-Keller-Haus



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Wanderfreizeit im Pustertal / Südtirol    vom 19. - 25.10.2003

Eine 44-köpfige Wanderschar des OWK Auerbach reiste Mitte Oktober mit dem Bus, nach 2001 zum zweiten Mal, Richtung Südtirol ins Pustertal.
Über Stuttgart, Kempten, den Brenner kam man bei strahlendem Sonnenschein im 835 m hoch gelegenen Kiens an.
Nach der großzügigen Erweiterung des Hotels erstrahlte der geschmackvoll eingerichtete Komplex im neuen Glanz.



Am ersten Tag führte uns die Wirtin zum Schloss Ehrenburg. Die Führung der zweigeteilten Gruppe ging durch sehr interessante, noch immer bewohnte Innenräume. Nach den, mit Arkaden geschmückten Renaissance-Innenhof, bewunderten alle die schönen, alten Möbel und Holztäfelungen in den verschiedenen Räumen. Im zweiten Stock beherbergt der Stammsitz der Grafen Künigl den Audienzsaal, einen reich ausgestatteten Barocksaal des ehemaligen Fürst Bischofs Caspar Ignaz Künigl. Nach der Rückkehr erwartete die Chefin uns alle zu einer künftigen Südtiroler Speckjause im Hotel. Mit einer kleinen Wanderung zur Latschenölbrennerei "Bergila" im benachbarten Pfalzen am Issinger Weiher ließ man den Tag ausklingen.

Am nächsten Tag stand als einer der Höhepunkte der Reise, die Dolomiten-Rundfahrt auf dem Plan. Die Fahrt ging durch das Gadertal (Val Badia) nach Corvara. Leider hielt sich das Wetter vom Vortag nicht, denn Wolken verdeckten oft die Aussicht auf die Berge. Nach einem kurzen Stopp ging es weiter durch die imposante Bergwelt mit den Dreitausendern über den Campolongo-Pass, Pordoi-Joch und Sella-Pass hinunter ins Grödner Tal. Durch so bekannte klangvolle Namen wie Wolkenstein, St. Christina und St. Ullrich führte die Fahrt weiter. Unser - uns vom letzten Jahr gut bekannte Reiseleiter Victor - geizte nicht mit wissenswerten Informationen über die hier wohnenden Menschen und ihre wunderbare Landschaft. In Brixen hatten wir später Gelegenheit die Stadt zu besichtigen. Den 1745-1755 in italienischen Barock erbauten Dom, das Säbener Tor, das Tausendjahr-Denkmal, den 1998 neu erbauten Brunnen oder das Sonnentor waren nur einige Anlaufpunkte unseres Aufenthaltes in der ca. 18.200 Einwohner großen Stadt.


Der Abschluss war dann in Neustift bei Brixen.  Dort wurde das, im Jahr 1142 erbaute Augustinerkloster mit Innenhof    und Brunnen besichtigt. Nach dem Brand im Jahre 1190, bei dem das Stift zerstört wurde, ließ Konrad von Rodank eine romanische Pfeilerbasilika errichten. Dort liegt auch die Grabstätte des Minnesängers Oswald von Wolkenstein.


Der folgende Tag brachte die Wanderer zuerst zum Volkskundemuseum Dietenheim, das im Jahr 1976 gegründet wurde. Sitz ist ein alter, sehr stattlicher herrschaftlicher Hof, einer von vier "Maierhöfen” in Dietenheim, einem Dorf, das im Jahre 995 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Dort stehen auf gut einer drei ha großen Wiese etwa zwei Dutzend alte Bauwerke, die sonst zerstört worden wären.


Anschließend fuhr man zum Pragser Wildsee als "Perle der Dolomiten" bekannt. Wegen seiner völlig geschützten Lage ist er alljährlich das Ziel vieler Besucher. Um diesen traumhaft gelegenen See wanderten die Teilnehmer gemütlich herum. An einigen Stellen konnte man verweilen und auch das Echo gut hören. Auf der Rückfahrt legte man noch eine Cafépause mit kleinem Stadtbummel in Bruneck ein.


Für den vierten Tag war eine Fahrt nach Sexten, mit Wanderung im Fischleintal vorgesehen. Der immer leicht ansteigende Weg wurde von allen gut bewältigt. Statt Bergen auf beiden Seiten begleitete den Wanderern nur Regen und später leichter Schneefall. Als Belohnung hatte auch noch das anvisierte Gasthaus Ruhetag.

Der Tag vor der Rückreise wurde von den Teilnehmern unterschiedlich genutzt. Die eine Gruppe fuhr zuerst mit dem Bus nach Innichen um den dortigen Dom sowie die Altstadt zu besichtigen. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung und wurde zu Spaziergängen in und um Kiens genutzt.

Die Wanderer liefen hinter dem Hotel bergauf über den Panoramasteig zum Issinger Weiher. Im Schnee ging es weiter oberhalb von Issing, durch den Ort Pfalzen bis zur Jausenstation Irenberger Hof. Unterweg verzogen sich erstmals die Wolken, die Sonne lachte vom Himmel und man hatte später im Lärchenwald einen traumhaften Blick ins Tal. Nach einer Stärkung führte der Rundweg auf Umwegen zum Ausgangspunkt nach Kiens zurück.

Nach dem Candlelight-Dinner bedankte sich Rainer Völker im Namen der Gruppe bei der Reiseleiterin Renate Habermaier für die Organisation der Wanderfreizeit in Versform und mit einem Präsent der Mitfahrer.

Auf der Heimreise erfreuten sich alle an den schneebedeckten Bergen und Tälern, die von der Sonne angestrahlt wurden. Nach einem zusätzlichen Zwischenstopp im Bauernmarkt Aurach erreichte man zufrieden und gut chauffiert von einem sicheren Busfahrer wieder die Heimat.


Gruppenbild vor dem Hotel